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  Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser
  
 geb.: 1935
Direktor am Max- Planck- Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
Professor emeritus für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Strafrechtsvergleichung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg
  
 
  
A. Eser
Albin Eser wurde am 26. Januar 1935 in Leidersbach/ Unterfranken geboren.

Nach dem Abitur in Miltenberg/ Main studierte er von 1954- 1958 Rechtswissenschaft an den Universitäten Würzburg, Tübingen, an der Freien Universität Berlin, mit Abschluß des Ersten Juristischen Staatsexamens in Würzburg, wo er 1962 auch zum Dr.iur.utr. promovierte.

Zwischenzeitlich verbrachte er ein Studienjahr am Institute of Comparative Law der New York University, das er mit dem Master of Comparative Jurisprudence (M.C.J.) abschloß.

Nachdem er bis zu seinem Zweiten Staatsexamen im Jahre 1964 als wissenschaftlicher Assistent im Bereich des Zivilrechts an der Universität Würzburg tätig gewesen war, wechselte er an die Universität Tübingen, wo er sich im Jahr 1969 mit einer Arbeit über "Die strafrechtlichen Sanktionen gegen das Eigentum" für die Fächer Strafrecht, Strafprozeßrecht und Strafrechtsvergleichung habilitierte.

Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Hamburg, Mainz und Mannheim wurde er im Juni 1970 als ordentlicher Professor an die Universität Bielfeld berufen, wo er als Dekan und Prorektor amtierte, um 1974 an die Universität Tübingen zurückzukehren und 1982 an die Universität Freiburg zu wechseln, wo er neben seiner Professur auch zum Direktor des Max- Planck- Instituts bestellt wurde.

Neben seiner Professur war er in zweitem Hauptamt von 1971-1988 als Richter am Oberlandesgericht, zunächst in Hamm/Westfalen und anschließend in Stuttgart, tätig.

In den Jahren 1986/87 amtierte er als Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, von 1989- 1992 als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie von 1994- 1997 als Vorsitzender der Geisteswissenschaftlichen Sektion der Max- Planck- Gesellschaft.

Im November/ Dezember 1981 war er Visiting Professor an der University of California in Los Angeles (UCLA) sowie im März/ April 1986 an der Columbia University Law School in New York.

Die Würde eines Ehrendoktors erhielt er 1991 von der Jagiellonen- Universität Krakau (Polen), 1997 von der Universidad Peruana Los Andes in Huancayo (Peru) und 2001 von der Waseda Universität Tokyo (Japan).

Seit 1993 ist er Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest.

Er ist im Juni 2001 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York für eine vierjährige Amtszeit zum ad litem Richter des Internationalen Strafgerichtshofs Jugoslawien in Den Haag gewählt worden.

Professor Eser wurde anläßlich des Dies Universitatis im Sommersemester 2001 am 27. Juni 2001 die Universitätsmedaille der Universität Freiburg verliehen.



Interessen- und Forschungsschwerpunkte:

Während anfänglich das besondere Interesse von Albin Eser dem Sanktionsrecht und den Vermögensdelikten galt, fanden Straftaten gegen das Leben und die Person immer stärkere Beachtung, wobei Grenzprobleme von Recht und Medizin im Vordergrund standen.

Dieses Interesse fand seinen Niederschlag in einem dreibändigen Projekt zu "Schwangerschaftsabbruch im internationalen Vergleich" (1988/ 1998/ 2000) sowie in Veröffentlichungen zu Suizid und Euthanasie, Sterilisation und Forschung am Menschen sowie Aufklärung und Einwilligung.

Neuerdings gewinnen Grundfragen des Strafrechts im Projekt eines "Allgemeinen strafrechtlichen Strukturvergleichs" sowie des transnationalen Strafrechts (durch Studien zum Rom-Statut eines Internationalen Strafgerichtshofs) gesteigerte Beachtung.

Seit 1974 gehört er zu den Autoren des "Schönke/ Schröder", einem führenden Kommentar zum Strafgesetzbuch.



Mitglied- und Herausgeberschaften:

Albin Eser ist Mitglied des Direktoriums des "Zentrums für Ethik und Recht in der Medizin" (ZERM) an der Universität Freiburg,
des Board of Directors der "Association Internationale de Droit Pénal/International Association of Criminal Law" (AIDP),
des Managing Committee der "International Society for the Reform of Criminal Law" (ISRCL),
ferner ist er Mitglied der "Deutsch- japanischen Juristenvereinigung",
der "Internationalen Juristenkommission",
der "Görres- Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft",
der "Gesellschaft für Medizinrecht",
der "Gesellschaft für Rechtsvergleichung",
des "Deutschen Juristentages" (in deren Ständigen Deputation er von 1989- 1992 fungierte)
sowie des Wissenschaftlichen Beirats der "Akademie für Ethik in der Medizin".

Editorisch fungiert er als Herausgeber der Schriftenreihe "Beiträge und Materialien aus dem Max- Planck- Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Freiburg"
sowie als Mitherausgeber der Reihen :
"Rechtsvergleichende Untersuchungen zur gesamten Strafrechtswissenschaft",
"Strafrecht und Kriminologie",
"Interdisziplinäre Untersuchungen aus Strafrecht und Kriminologie",
"Medizin in Recht und Ethik"
sowie als Schriftleiter der Auslandsrundschau der "Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft".

Ferner ist er Mitglied des Consejo Acesor der "Revista de Derecho Penal y Criminología",
des Beirats der Zeitschrift "Ethik in der Medizin",
des Editorial Board des "European Journal of Health Law",
des Advisory Board des "Maastricht Journal of European and Comparative Law"
und der "Law and the Human Genome Review/ Derecho y Genoma Humano"
sowie des Wissenschaftlichen Beirats des "Jahrbuchs für Wissenschaft und Ethik".
 
  
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